Die Kunst der richtigen Kontrolle – S&P Training – Möchten Sie gerne ständig kontrolliert werden? Wohl nicht. Und genauso sehen dies Ihre Mitarbeiter. Ein Experiment von Bonner Forschern hat gezeigt, dass Sie besser fahren, wenn Sie die Zügel locker lassen und Ihren Mitarbeitern nicht permanent über die Schulter schauen. Die Erkenntnis, dass sich permanentes Misstrauen nicht auszahlt, sollten sich vor allem Führungskräfte mit ausgeprägtem Kontrollzwang in ihren Managementleitfaden schreiben. In der Praxis zählen diese Fragen: Wie kann eine sinnvolle Kontrolle aussehen? Wie viel ist angebracht? Welche Wirkung haben Kontrollen? Wann ist Selbstkontrolle besser?

Die Kunst der richtigen Kontrolle - S&P Training

Die Kunst der richtigen Kontrolle – S&P Training

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Vertrauen vs. Misstrauen – Die Kunst der richtigen Kontrolle – S&P Training

 

Welche Art von Kultur wollen Sie in Ihrem Unternehmen leben?

  • Vertrauenskultur: Grundsätzlich bekommen alle Mitarbeiter einen Vertrauensvorschuss. Dahinter steht ein positives Menschenbild, zum Beispiel alle Mitarbeiter strengen sich an und tun ihr Bestes.
  • Misstrauenskultur: Die Führung geht von einem negativen Menschenbild aus, zum Beispiel Mitarbeiter neigen dazu, bequem und egoistisch und nur ihren Vorteil bedacht zu sein. Angst ist verbreitet.

Mit Ihrer Einstellung und Ihrem Verhalten bestimmen Sie wesentlich die Kultur. Also entscheiden Sie welche Kultur Sie wollen! Was gemessen wird, wird gemacht! Überlegen Sie, worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit (Kontrolle) lenken wollen. Damit bestimmen Sie worauf Ihre Mitarbeiter ihre Aufmerksamkeit lenken.

 

Umfang und Intensität der Kontrolle – Die Kunst der richtigen Kontrolle – S&P Training

 

Umfang und Intensität der Kontrolle richten sich nach:

  • Kompetenz und Erfahrung des Mitarbeiters für die jeweilige Aufgabe,
  • seiner Sorgfalt,
  • seiner Integrität,
  • der Bedeutung der jeweiligen Aufgabe für das Unternehmen.

Es ist also sinnvoll und nötig, unterschiedliche Mitarbeiter unterschiedlich intensiv zu kontrollieren. Bei einem unerfahrenen Mitarbeiter haben Sie nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, genauer hinzuschauen. Genauso müssen Sie bei einem unzuverlässigen Mitarbeiter mehr Kontrolle ausüben als bei einem äußerst zuverlässigen. Und schließlich müssen Sie, sobald ein Mitarbeiter Ihnen Anlass zur Besorgnis gibt, dass er sich allzu sehr an seinen eigenen Interessen orientiert, genauer hinsehen.

 

Eine Frage der Kultur – Die Kunst der richtigen Kontrolle – S&P Training

 

Leben Sie eine Vertrauenskultur.

Menschen, die diese Kultur nicht mittragen wollen und Vertrauen auf grobe Weise missbrauchen, sollten gezielt zur Verantwortung gezogen werden. Achtung: Stellen Sie in Zweifelsfällen sicher, dass es sich nicht nur um ein Missverständnis handelt.

Vertrauen Sie Ihrem Gefühl

Wenn Sie bei jemandem oder einer Sache ein ungutes Gefühl haben, fragen Sie so lange nach, nis es verschwindet.

 

Bleiben Sie mit Ihrem Mitarbeitern – und Partnern – im Gespräch. Je nach Funktionsstufe ist der tägliche, wöchentliche oder noch größere Abstand passend.

 

Das Vertrauenskonto – Die Kunst der richtigen Kontrolle – S&P Training

 

Vertrauen kann nicht eingefordert werden, es muss wachsen.

Es wächst, indem man Zeit zusammen verbringt, bei Konflikten klar und offen Stellung nimmt, auch unangenehme Dinge anspricht und nur Dinge sagt, die auch wirklich gemeint sind, also auf den „Schmusekurs“ verzichtet. Dazu gehört, sich berechenbar zu verhalten und nicht über andere zu reden, sondern die Themen direkt mit der betroffenen Person zu besprechen.

Überlegen Sie, wer in Ihrem Vertrauenskonto das höchste Guthaben besitzt? Wer ist im Minus?

Wie ist es umgekehrt: Bei welchem Mitarbeiter haben Sie ein hohes Vertrauenskonto? Bei wem sollten Sie dringend „einzahlen“, um wieder ins Schwarze zu kommen?

 

Die Kunst der richtigen Kontrolle – S&P Training – S&P Training

Besprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern, was der Mitarbeiter selbst kontrolliert und wo Sie als Chef kontrollieren wollen. Fragen Sie, welche Themen der Mitarbeiter wie kontrolliert haben möchte? Begründen Sie die Hintergründe für die Kontrolle. Vereinbaren Sie transparente Kriterien, nach welchen die Beurteilung erfolgt. Wann ist es gut gelöst?

Vereinbaren Sie, in welchen Fällen Sie aktiv informiert werden möchten und welche Informationen Sie benötigen, damit Sie sich sicher fühlen.

Das entlastet Sie und Ihren Mitarbeiter von unangenehmen und zeitaufwendigen Kontrollen.

 

Die Kunst, im Gespräch zu bleiben – Die Kunst der richtigen Kontrolle – S&P Training

 

  • Formelle Kontrollen: Vereinbaren Sie Haltepunkte bei Projekten oder/und regelmäßigen Treffen, um über den Stand zu sprechen. Hilfreiche Fragen: Was ist gut gelaufen? Wo gab es Schwierigkeiten, und wie wurden diese gelöst? Wie läuft es mit der Zusammenarbeit? Wo benötigen Sie noch Unterstützung? Wer kann diese leisten? Welche Risiken sehen Sie? Wann ist es sinnvoll, dass wir wieder darüber sprechen?
  • Informelle Kontrollen: Machen Sie eine Begrüßungsrunde am Morgen oder nutzen Sie die Kaffee-Ecke, um zu fragen: Wie war die Besprechung, der Kundenbesuch, die Montage etc.

Zeigen Sie Ihr Interesse an der Person und der Sache.

Unternehmensführung – Stärken der Eigenverantwortung – Die Kunst der richtigen Kontrolle – S&P Training

 

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